Gerade war ich bei einer Kundin, der ich dabei geholfen habe, ihren vollen Kleiderschrank aufzuräumen. Auf ca. 2 mal 2 Meter stapelten sich zahlreiche lange und kurze T-Shirts, Blusen, Kleider, Röcke, Hosen und Accessoires. Als wir begannen, den gesamten Inhalt auf dem Boden zu stapeln, klopfte ihr das Herz ganz schön stark, wie mir schien. Da komme ich zu ihr nach Hause, um Ordnung zu schaffen, und bringe erst einmal alles in Unordnung.

Warum habe ich das gemacht?

Aus meiner Sicht ist es nötig, beim Kleiderschrank aufräumen erst einmal alles aus dem Schrank herauszuholen, um erstens zu sehen, wie viel Kleidung man eigentlich besitzt und um zweitens jedes Stück einzeln in die Hand zu nehmen um sich dann zu entscheiden, ob man es wirklich mag. Erst wenn man einen Pullover in der Hand hat, kann man sehen, ob er noch in Ordnung ist, Flecken oder Risse hat. Wie man Kleidung am besten aufräumt und aussortiert, habe ich in diesem Post schon einmal beschrieben. Hat man dann ein fehlerfreies Kleidungsstück in der Hand, geht es darum zu prüfen, ob es noch wirklich gut passt und ob es euch wirklich glücklich macht. Ein schlecht sitzender Rock kann seine Trägerin total verrückt machen. Auch wenn er einmal sehr teuer war und man in ihm schöne Dinge erlebt hat, empfehle ich, ihn lieber zu spenden. Damit bereitet er wenigstens einer anderen Trägerin noch Freude.

Mein Tipp zum Kleiderschrank aufräumen: Überlegt euch, ob ihr das jeweilige Teil wirklich gerne mögt und es realistischerweise wieder anziehen wollt. Sollte ihr in diesem kurzen Moment des Überlegens nur einmal kurz Zögern, gebt das Teil weg.

Idealerweise bleiben am Ende ein Stapel Kleidungsstücke übrig, die ihr wirklich gerne anhabt, die eure Persönlichkeit unterstreichen und eurer Figur schmeicheln. Aus der Aufräumaktion gestern habe ich mehrere Dinge gelernt:

  • Erst wenn man einmal alle Kleidungsstücke einmal in der Hand hatte, weiß man wieder, was man überhaupt besitzt. Dabei gibt es so manche freudige Überraschung. Aussortieren kann also durchaus beflügeln.
  • Es ist für die meisten Menschen schmerzhaft, sich von Dingen zu trennen. Mit der Zeit wird es aber einfacher, versprochen. Je schneller man die Entscheidung (hop oder topp – hierbleiben oder weggeben) trifft, desto leichter fällt sie.
  • Es ist völlig in Ordnung, ein paar (wenige) Kleidungsstücke zu behalten, die zwar nicht mehr passen, die aber einen emotionalen Wert für uns haben. Ich sage nur Hochzeitskleid, Abi-T-Shirt oder das Kleid, in dem wir unseren Partner das erste Mal trafen. Diese Stücke sollten dann auch so platziert werden, dass wir uns daran erfreuen können. Sie in die unterste Ecke des Schranks zu stopfen, wird ihnen nicht gerecht.

Zum Abschluss kommen hier noch 7 Ordnungstipps zum Kleiderschrank aufräumen, mit denen ihr ratzfatz mehr Überblick über eure Shirts, Hosen und Kleider bekommt:

  1. Kleidung lässt sich am besten hochkant gefaltet in Schubladen aufbewahren. Das ist ideal für Shirts, Röcke, Hosen, Unterwäsche, Socken und Accessoires. Auf diese Art und Weise habt ihr immer den Überblick, was ihr besitzt und findet mit einem Griff das richtige Stück.
  2. Besorgt euch Trennkörbe, um Kleidung nach Sorten zu trennen. Z.B. Füßlinge getrennt von Baumwollsocken, Feinstrumpfhosen getrennt von Feinstrümpfen, Leggins getrennt von Winter-Wollstrumpfhosen. Auch Gürtel oder Bikinis lassen sich auf diese Art und Weise prima übersichtlich einordnen.
  3. Strümpfe, Strumpfhosen und Socken findet man am leichtesten, wenn man sie aufrollt und wie Sushi hochkant in Trennkörbe stellt.
  4. Holzkleiderbügel sehen toll aus, nehmen aber viel Platz weg. Es gibt platzsparende Kleiderbügel aus Kunststoff, mithilfe derer ihr die dreifache Menge Blusen und Co in eurem Schrank unterkriegt.
  5. Was nicht mehr passt, gebt bitte weg. Solltet ihr wirklich noch mal fünf Kilo zu- oder abnehmen, gönnt euch lieber ein paar neue Kleidungsstücke.
  6. Aus der Mode, aus dem Sinn: Kleidung, die nicht mehr der Mode entspricht und die ihr deswegen nicht mehr tragt (z.B. Cargohosen in Kakifarben) kann weg.
  7. Findet heraus, wie viele gleiche/ähnliche Stücke ihr besitzt. Zwei, drei weiße T-Shirts mögen sinnvoll sein, zehn Stück aber in den meisten Fällen ein wenig übertrieben.

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