Seien wir ehrlich: ein aufgeräumter Schreibtisch sieht richtig klasse aus, aber dieses Ideal jeden Tag zu erreichen, ist ziemlich schwierig, oder? Egal ob es sich um euren Schreibtisch im Büro oder den zuhause handelt, Stapel bilden sich dort fast automatisch. An einem leeren Schreibtisch ohne Papier-, Stifte- und Kabelgewirr arbeitet es sich einfach besser. Wie das geht, sehr ihr hier:

 Die 5-Minuten-Regel

Oft hat man fünf Minuten zwischendurch Zeit, die man nutzen kann, um Dinge auf dem Schreibtisch zu sortieren oder eine Aufgabe zu erledigen. Auf eurer To Do-Liste steht ein wichtiger Anruf bei einer Behörde? Ihr müsst mal eben eine Adresse recherchieren oder könntet eine Überweisung online erledigen? Dann nutzt die Zeit und tut genau das. Eine Aufgabe weniger auf eurer Liste und ihr fühlt euch gleich ein wenig leichter.

Weg mit dem Papier

Ihr müsst nicht jedes Papier aufheben, dass sich auf eurem Schreibtisch stapelt. Die meisten Papiere können in der Regel weggeworfen werden, außer es sind offene Rechnungen (-> gleich bezahlen und dann ablegen oder wegschmeißen) oder wichtige Dokumente (Versicherungspolicen, Verträge etc.). Viele Papiere sind nur Hinweis auf eine unerledigte Aufgabe. Wenn ihr also eine halbe Stunde Zeit habt, dann nehmt jedes Papier kurz in die Hand und geht wie folgt vor:

  1. Ist eine Aufgabe offen -> wenn ja: Aufgabe auf einer extra Aufgabenliste notieren
  2. Ist das Papier jetzt noch wichtig -> wenn nein, wegschmeißen oder schreddern, wenn ja -> ablegen

Die Ablage: einmal pro Woche

Es fällt leichter, die Papierstapel im Griff zu haben, wenn man ein mal pro Woche alles Wichtige ablegt und den Schreibtisch leer macht. Ich empfehle, dafür einen Termin im Kalender zu notieren, so dass es zum Ritual wird, einmal die Woche abzuheften. Dann dauert es auch nicht so lang (20-30 Min. dürften reichen) und ihr habt schnell ein Erfolgserlebnis für den super aufgeräumten Schreibtisch.

Schmierpapier

Es gibt Menschen, die heben jedes Stück Papier auf, um später die Rückseite zum Schreiben zu nutzen. Das ist an sich sehr löblich, allerdings türmen sich die Schmierpapier-Berge gerne mal so hoch, dass sie den gesamten Schreibtisch beherrschen. Mein Tipp: überlegt vor dem Drucken, ob ihr wirklich jede Information in Papierform benötigt. Eventuell reicht auch ein kurzer Hinweis in eurem Notizbuch oder Kalender? Einmal weniger gedruckt spart Strom, Druckerpatrone, Papier und lässt euren Schreibtisch frei. Das übrige Schmierpapier legt ihr z. B. In eine Ablage. Am Besten die unterste von mehreren, so dass ihr automatisch mit dem Horten aufhören müsst, wenn sie voll ist. Dieser ablagendicke Stapel reicht erstmal eine ganze Weile. Versprochen!

Eure Stiftesammlung

Ich wette, ihr habt jede Menge Stifte und Büromaterial auf eurem Schreibtisch und in Schubladen versteckt. Kein Mensch braucht wirklich 20 Kugelschreiber und 10 Fineliner (ausgenommen Grafikdesigner oder Kinderbuchautoren vielleicht). Also geht einmal kritisch durch eure Stiftesammlung und hebt nur drei, vier Lieblingsstifte auf, die wirklich gut schreiben, euch gut in der Hand liegen und die ihr mögt. Und jetzt weg mit dem Rest.

Tacker, Locher und Co

Sicher steht bei euch auch diverses Büromaterial herum, das ihr ab und an braucht. Was aber nicht heißt, dass ihr es auch ständig sehen müsst. Sucht euch eine geignete Schublade im oder am Schreibtisch und sortiert das Material dort ein. Und zwar so, dass ihr es gut sehen und gut darauf zugreifen könnt. Werkzeug, das nicht mehr funktioniert, schmeißt ihr bei der Gelegenheit gleich weg. Denn wer braucht schon einen defekten Spitzer oder abgebrochene Brieföffner?

Weg mit Visitenkarten

Zumindest im Büro wird es den Meisten so gehen – man trifft interessante Menschen, steckt ihre Visitenkarte ein, holt sie irgendwann aus der Tasche heraus und stapelt sie auf dem Schreibtisch oder einer Schublade. Dort liegt sie dann und wird wahrscheinlich nie wieder angefasst. Wenn wir dann wirklich die Kontaktdaten der interessanten Person suchen, ist die Visitenkarte wie vom Erdboden verschwunden. Mein Tipp: Speichern Sie die Kontaktdaten von Visitenkarten regelmäßig in Ihrem digitalen Adressbuch von Outlook, Thunderbird, googlemail, web.de o.Ä. Im Feld „Notizen“ könnt ihr dann auch notieren, bei welcher Gelegenheit ihr die Person kennengelernt habt und was euch mit ihr verbindet. Vorteil: Ihr speichert alle Kontakte an einem digitalen Ort und könnt im Zweifel mit der Suchfunktion blitzschnell auf die Telefonnummer/E-Mail-Adresse etc. zugreifen. Seid ihr eher Papierliebhaber, legt euch doch einen Zettelkasten mit alphabetischem Register an. Da könnt ihr die Visitenkarten ebenfalls gut ablegen. Allerdings fehlt hier, im Vergleich zur elektronischen Variante, die Suchfunktion nach Stichworten.

 Adieu Kabelgewirr

Zum Glück gibt es inzwischen super Computer-Zubehör ohne Kabel, sodass ihr fast vollständig auf nervige Kabel auf dem Schreibtisch verzichten könnt. Also überlegt mal, ob ihr Maus, Tastatur und Kopfhörer durch Funk- oder Bluetooth-Varianten ersetzen könnt. Dann sieht es bei euch gleich viel aufgeräumter auf und ihr habt auch kein Problem mehr mit verwirrten Kabeln. Die übrigen nötigen Kabel (Monitor, Strom), könnt ihr mit Hilfe von Kabelboxen unsichtbar verstauen – gut für’s Auge und für die Ordnung am Schreibtisch.

Jeden Abend aufgeräumt

Zuguterletzt mein Lieblingstipp: Räumt am Ende jedes Arbeitstages euren Schreibtisch auf und schreibt auf eurer To Do-Liste für den kommenden Tag alle Dinge, die ihr realistischerweise erledigen könnt und wollt. Alle offenen Unterlagen sollten dann in der Ablage verschwunden bzw. in Ordnern abgeheftet sein. Ich leere sogar die beiden Mülleimer (Papier/Restmüll) unter meinem Schreibtisch jeden Abend, weil es sich einfach besser anfühlt, aufgeräumt in den Tag zu starten. Auf diese Weise beginnt ihr den Arbeitstag frisch und mit einem guten Gefühlt und wisst sofort, mit welcher Aufgabe ihr starten könnt. Probiert es doch mal aus!

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