Wie passend, dachte ich mir, als Bella von Familie Berlin zu folgender Blogparade über Ordnung mit Kindern aufrief: „Ordnung ist das halbe Leben, mit Kindern beginnt die andere Hälfte.“ Von Chaos im Haushalt mit Baby und Kleinkind kann ich schließlich ein Lied singen. Da hilft selbst mein Job als „Ordnungstante“ wenig, wie mich letztens liebevoll die Tochter einer Kundin nannte. Selbstverständlich liegt bei uns jeden Tag jede Menge Spielzeug herum. Das scheint mit Kindern ein Naturgesetz zu sein. Die Frage ist nur: Bleibt es liegen oder räumt jemand auf? Und besser noch: Wer ist dieser „Jemand“, der die Wohnung (möglichst regelmäßig) wieder in ihren Ursprungszustand zurückversetzt?

Dass ich es gerne ordentlich mag, kannst du dir ja angesichts meines Berufs denken. Aber wie funktioniert das mit der Ordnung, sobald Kinder mein tolles System kreativ uminterpretieren? Dazu stellten sich für mich in den vergangenen Jahren Fragen, auf die ich hier meine ganz persönlichen Antworten geben möchte.

Ordnung mit Kindern: Wie lernen die das?

Ich glaube, Kinder lernen nur Ordnung zu schaffen, wenn es ihnen jemand (bestenfalls die Eltern) täglich vorlebt. Erwarte kein aufgeräumtes Kinderzimmer, wenn du selbst regelmäßig deine Klamotten in die Schlafzimmerecke pfefferst. Sei ein gutes Vorbild und deine Kinder lernen von ganz allein. Sogar ohne Sternchen-System und Schokoladen-Belohnung.

Gewohnheit schafft Ordnung

Gewöhne dir an, gemeinsam mit den Kindern jeden Abend aufzuräumen. Gebe ihnen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Verantwortung über ihr Zimmer und hilf ihnen durch intelligente Einrichtungslösungen und Wohnstrukturen. Gibt es eine Box für Duplo und eine für Autos, fällt es deinem Kind leicht, den richtigen Aufbewahrungsort für Spielzeug zu finden. Ein „Aufräumlied“ läutet bei uns zuhause, wie im Kindergarten, das Ende der Spielzeit ein und schafft eine positive Grundatmosphäre. Und wenn gar nichts mehr hilft probieren wir es mit dem Androhen von Michel Lönneberga-Entzug. Das funktioniert immer. (Pädagogen: fallt über mich her!)

Schaffe Spielzeugfreie Zonen

Ich persönlich denke, dass Spielzeug nicht in allen Zimmern der Wohnung verteilt sein muss. Das Elternschlafzimmer, die Küche oder das Wohnzimmer sind (auch) deine Räume. Gestalte sie nach deinen Bedürfnissen. Spielen die Kinder auch im Wohnzimmer, schaffe mit einer (!) Spielzeugbox und einem Regalbrett für Kinderbücher Abhilfe. Das hilft, abends alles schnell wieder zurückzuräumen.

Weniger Krusch, mehr Qualität

Wir sortieren regelmäßig die Spielzeugkisten unserer Kinder und holen Kaputtes oder nervige Kleinteile heraus. Spielzeug aus Überraschungseiern landet bei mir sofort im Müll. [Besser wäre es natürlich, erst gar keine Ü-Eier zu kaufen, aber manchmal bin ich im Supermarkt einfach zu schwach, wenn mich die Hundewelpen-Augen meines 3-Jährigen begierig anflehen). Spielzeug und Bücher, die Lärm verursachen, wie z.B. Plastiktiere mit diversen Tasten und Geräuschen, sortiere ich aus und spende sie. Klar gefällt unseren Kindern solches Gedöns, aber meine Nerven sind für immer wieder tönendes Tatütata oder Jingle Bells im Akkord einfach nicht stark genug. Außerdem wird so Vieles produziert, was bestenfalls als Geschmacksverirrung bezeichnet werden kann. Das soll nicht zur Stilbildung meiner Kinder beitragen.

Ordnung mit Kindern durch Spielzeug-Rotation

Zu guter Letzt noch ein alter Hase unter den Ordnungstipps: Sortiert einen Teil des Spielzeugs aus, ohne dass die Kinder dabei sind, und lagert ihn auf dem Dachboden. Alle paar Wochen wechsele ich Spielzeuge auf diese Art und Weise aus. Unser 3-Jähriger freut sich dann immer sehr über die „neuen“ Dinge und spiel viel mehr damit, als mit den Spielzeugen, die immer verfügbar sind.

Wie ist das bei dir mit der Ordnung? Hast du mit deiner Familie das Chaos im Griff oder wird dir manchmal alles zu viel? Hast du noch Tipps für mich?

 

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