Entspanntes Familienleben, Ordnungstipps Familien, Zeitsparen mit Familie

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Birgit von Entspannt wohnen hat zur Blogparade geladen. Sie sucht die 3 besten Tipps,um den Familienalltag zu vereinfachen. Perfektes Thema – passt super zum Gastpost Ordnung in Familien, den ich gerade schreiben durfte. Hier nun meine Top 3 Tipps, die euch das Leben leichter machen sollen:

 1. Abgeben können

Verabschiedet euch davon, immer alles selbst und perfekt zu erledigen. Als Eltern habt ihr genug mit euren Kindern zu tun. Daneben noch der Job, Freunde und soziale Kontakte zu pflegen, erfordert viel Zeit und Kraft. Nutzt euer Netzwerk, um Zeit für euch selbst zu gewinnen. Das macht euch auf Dauer zufriedener, als alles selbst zu tun und abends hundemüde und unzufrieden ins Bett zu fallen. Abgeben könnt ihr zum Beispiel …

  • mit einer fähigen Haushaltshilfe, die putzt oder Hemden bügelt oder die Pollen von den Fenstern wischt (und wenn es nur alle 14 Tage ist)
  • mit einem Babysitter, um einfach nur mal Zeit für euer Hobby oder für Sport zu haben oder um gemeinsam mit eurem Partner zwei Stunden in der Pizzeria ums Eck Wein zu trinken. Wirkt wahre Wunder.
  • einer befreundeten Mutter, in dem ihr eure Kinder mal alle zusammen bei ihr lasst und dann beim nächsten Mal bei euch. So habt ihr die Gewissenheit, dass sie gut betreut sind, müsst nicht dafür bezahlen und habt mal ein paar Stündchen Pause.
  • Aufgaben im Haushalt, die auch eure Kinder und euer Partner erledigen können. Z.B. gefaltete Wäsche in den Schrank sortieren, den Müll runter bringen, Einkaufen mit einer von euch vorbereiteten Liste, Pfand- und Altglas wegbringen etc.
  • Für Mompreneurs: Jobs, die zu weit weg oder zu umfangreich sind eventuell an befreundete Unternehmer(innen) weiterleiten. So habt ihr einem Kollegen etwas Gutes getan und werden im Gegenzug auch empfohlen
  • Perfektionismus: Es ist nicht schlimm, wenn die Spülmaschine mal ein paar Stunden lang nicht ausgeräumt wird und ihr stattdessen mal Pause macht. Es ist auch nicht schlimm, wenn es mal Take away-Abendessen statt handgedrehter Pasta gibt. Wirklich nicht. Verabschiedet euch davon, alles perfekt machen zu wollen. Das macht nur unzufrieden!

 2. Routinen einführen

Ein alter Tipp, der sich für uns persönlich sehr bewährt. Schon als Baby hat es unserem Sohn geholfen, einen klaren Tagesplan einzuhalten. Schlafen, essen, rausgehen etc. lief meistens ziemlich gleich ab. Bei uns hat das dazu geführt, dass er zuverlässig von 19:00 bis 06:00 Uhr im Bett war. Leider klappt das ja nicht mit jedem Baby, aber ein Versuch ist’s wert. Jetzt, da er älter ist halten wir uns immer noch an bestimmte Fixpunkte. Um ca. 07:00 Uhr stehen wir auf, um 12:00 Uhr gibt es Mittagessen (sowohl bei der Tagesmutter, als auch zuhause) etc. Auch beim Fertigmachen vor dem Schlafen gehen halten wir die gleiche Reihenfolge ein und räumen vorher noch schnell zusammen sein Zimmer auf. Da wir das jeden Abend gleich machen, muss gar nicht darüber diskutiert werden.

Auch für mich habe ich ein paar Routinen etabliert, die mir das Leben leichter machen. Hier ein paar davon:

  • Wöchentliche Menüplanung für die Kochrezepte der Woche. Bsp. Wochenkochplan
  • Ca. zwei mal die Woche abends die Kinderklamotten für die nächsten Tage herauslegen
  • Jeden Abend meine Klamotten für den nächsten Tag herauslegen
  • Jeden Abend eine realistische To Do-Liste mit den wichtigsten Aufgaben für den nächsten Tag aufschreiben. Eine, die man auch wirklich erledigen kann, bis man das Kind vom Kindergarten wieder abholen muss. Wenn zuviel daraufsteht, macht euch das unzufrieden.
  • Jeden Morgen vor dem Arbeitsstart den Mülleimer ausleeren und Arbeitsplatz aufräumen. So kann ich sofort mit dem Arbeiten am Rechner starten.

 3. Planen und nicht verzweifeln, wenn der Plan nicht so eintritt

Ich liebe es, Aufgaben zu planen und den Überblick zu behalten. Das ist im Job sehr hilfreich und in der Familie manchmal auch.  Manchmal, weil dort natürlich auch nicht immer alles nach Plan läuft. Will heißen: Es ist super, einen Haushaltsplan aufzustellen oder mithilfe von Mealplanning die Rezepte der Woche zu planen, aber ihr dürft nicht verzweifeln, wenn ihr euch aus irgendeinem Grund nicht an den Plan haltet. So ist das Leben. Wenn ich es nicht schaffe, zwei, drei Rezepte aus dem Kochplan zu kochen übertrage ich sie einfach in die nächste Woche. Und wenn mein Kind eine Aufgabe, die ich ihm zugedacht habe, einfach nicht erledigen will, dann plane ich einfach um und denke mir was anderes aus. Das Leben ist zu kurz um nur zu kämpfen und alles perfekt zu machen (siehe Punkt 2). Hier einige Ideen, planvoll erleichtern:

  • Familientermine im digitalen Kalender speichern und mit allen Familienmitgliedern synchronisieren (Smartphone, Rechner zu Hause etc.). Wichtige Termine für die Kinder sichtbar im Familienkalender aus Papier im Hausflur aufschreiben.
  • Mealplanning für die Rezepte der Woche, Bsp. Wochenplan
  • Übersicht über anstehende Geburtstage im digitalen Kalender pflegen und entsprechend Geburtstagskarten/Geschenkideen vorbereiten.
  • Aufgabenlisten realistisch und relativ kurz halten
  • Für größere Kinder: Wochenaufgaben und Termine für sie in Kalendern oder in Wochenplänen übersichtlich gestalten und Erfolge sichtbar machen (Aufklebersystem als Belohnung o. Ä.)

Noch mehr Ideen, um als Familie Zeit zu sparen habe ich die Tage in meinem Artikel mit 7 Zeitspar-Tipps zusammengefasst. Und hier geht’s zur Blogparade von Entspannt wohnen mit jede Menge guter Ideen anderer Eltern: 3 Tipps um den Familienalltag zu vereinfachen.

 

Bildquelle: © Andrzej Burak 2013 / istockphoto.com

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